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70 Jahre FFW-Helmsdorf
Die Freiwillige Feuerwehr Helmsdorf beging mit einem Gerätehausfest den 70. Jahrestag ihrer
Gründung.
1940 fanden sich 42 Männer, die sich mitten in den Kriegswirren den Aufgaben der Brandbekämpfung stellten.
In ihrer 70-jährigen Geschichte entwickelte sich die Freiwillige Feuerwehr Helmsdorf zu einer gut ausgebildeten
und ausgerüsteten Wehr. Sie ist auch ein wichtiger Bestandteil unseres Dorflebens. Mit der Freiwilligen Feuerwehr
Helmsdorf können die Bürger unseres Ortes rechnen. Ganz gleich zu welcher Tages- oder Nachtzeit, auf die Freiwillige
Feuerwehr war und ist immer Verlass.
In den ersten Jahren des Bestehens der Wehr beschränkten sich die Einsätze vorwiegend auf die Brandbekämpfung.
Dagegen sind heute die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr nahezu unbegrenzt.
Neben Brandeinsätzen gehören auch Verkehrsunfälle, Rettungseinsätze - auch Tierrettung-, Hochwasser oder Unwetter
zu den Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr.
Der Freiwilligen Feuerwehr Helmsdorf zählt heute 28 aktive Mitglieder.
Neben den aktiven Abteilung gehört auch noch die Alters- und Ehrenabteilung zu uns.
Sächsische Zeitung vom 13.10.2010 Artikel lesen
Feuerwehr zeigt, wie Fett explodiert
Die Helmsdorfer haben seit 70 Jahren eine freiwillige Feuerwehr. Das Löschwesen geht zurück bis 1793.
Von Matthias Haßpacher
Gespannt schauen Helmsdorfer und Gäste auf den metallenen, in Brand stehenden Käfig. Mit einem lauten Knall
explodiert eine der Spraydosen darin. Wieder und wieder kommt es zu Explosionen, die lassen enorme Feuerbälle
in den Himmel steigen. Mit der Vorführung von explodierenden Spraydosen und mehreren Fettexplosionen feierten
die Kameraden den 70. Geburtstag ihrer Wehr.
Gegründet wurde die Helmsdorfer Feuerwehr 1940 mit 42 Kameraden. Dass sie erst fünf Jahre später eine einheitliche
Einsatzkleidung bekamen, weiß Gerd Hönicke aus den Aufzeichnungen in der Feuerwehrchronik.
„Dabei handelte es sich um ausgediente und umgefärbte Armeeuniformen aus den Beständen des 2. Weltkrieges", erzählt
Hönicke, seit diesem Jahr Wehrleiter des Stolpener Ortsteiles.
An den Einsatz der Wehr vom Februar 1987 kann sich Gerd Hönicke noch gut erinnern. „Damals wurden wir alarmiert,
weil die Bahnstrecke Pirna—Neustadt eingeschneit und die Diesellok des Zuges im Schnee stecken geblieben war",
erzählt der 50-Jährige. Mit Schaufeln und Spaten befreiten sie die Lokomotive aus den Schneemassen.
Unterstützt wurden sie dabei vom Zivilschutz.
Zum Löschen von Bränden wurden die Kameraden in den vergangenen siebzig Jahren kaum gerufen. Dafür zeigt die
Einsatzstatistik umso mehr Einsätze wegen Hochwassers der Wesenitz. Dabei liegen die letzten Einsätze erst
wenige Wochen zurück, bei denen Keller leer gepumpt oder Straßen vom Schlamm befreit werden mussten.
Aufgrund der Augusteinsätze konnte der vom Feuerwehrförderverein seit mehreren Jahren organisierte
Sommernachtsball in diesem Jahr nicht stattfinden. Der eingetragene Verein, der sich um die
Brauchtums- und Kameradschaftspflege kümmert, wurde bereits 1993 gegründet. „Er übernahm ein früher vom
Kindergarten genutztes Gelände und baute es in Eigenregie zum Freizeitpark um", erklärt Gerd Hönicke.
Seit dieser Zeit feiern die Helmsdorfer auf dem Gelände neben dem Sommernachtsball auch die jährliche
Sommersonnenwende.
Seit Jahrzehnten beteiligen sich die Helmsdorfer Kameraden an sportlichen Wettkämpfen. Dass sie dabei regelmäßig
Preise abräumen, erkennt man an den zahlreichen Pokalen und Urkunden, die im Gerätehaus ausgestellt sind.
„Schon vor der Wende wurden wir Kreis- und Bezirksmeister", sagt Gerd Hönicke stolz. Dass die Kameraden auch
heute noch topfit sind, zeigt der Wanderpokal des Kreisfeuerwehrverbandes Sächsische Schweiz. Diesen haben sie 2007
gewonnen, mussten ihn ein Jahr später aber an Neustadt abgeben und 2010 gewannen die Helmsdorfer ihren Pokal
wieder und hoffen nun, ihren Sieg im kommenden Jahr noch einmal zu verteidigen. „Dann würde der Pokal bei uns
bleiben", sagt Hönicke.
Heute zählt Helmsdorf 28 aktive Einsatzkräfte. Frauen gehören nicht dazu. "Dafür haben wir uns über drei junge
Frauen, die kürzlich in den Feuerwehrförderverein eingetreten sind“, sagt der Wehrleiter.
Sie übernahmen zum Feuerwehrfest die Betreuung des Kinderstandes, wo sie mit den Kindern malten oder
Plüschtieren einen Wundverband anlegten.
Eingeladen hatten die Helmsdorfer zum Fest mehrere Wehren der Umgebung. Bei einem
Spaßwettkampf galt es, mit dem Schlauchboot einen Parcours zu überwinden. Dass die
Helmsdorfer hochwassererprobt sind und mit einem Schlauchboot umgehen können, zeigte der Sieg der Helmsdorfer
Mannschaft. Ein Highlight war zweifellos der Besuch der Wilthener Feuerwehr, die ihr Hubrettungsfahrzeug
mitgebracht hatten. In dessen Korb konnten die Gäste aus 30 Metern Höhe einen Rundblick über das Festgelände
genießen.






