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Sächsische Zeitung vom 09.02.2011 Artikel lesen
Stolpen muss Hochwasserschutz verbessern

Bei lang anhaltendem oder starkem Regen nehmen die Felder kein Wasser mehr auf.
Der Abzweig Helmsdorf ist dann überschwemmt.
Foto: M. Haßpacher
Helmsdorf
Dorfbäche, die Wesenitz und das Wasser von den Feldern werden immer öfter zum Problem. Das soll sich jedoch bald ändern.
Von Anja Weber
WEBER.ANJA@DD-V. DE
Stolpener Stadträte und die Stadtverwaltung wollen sich in diesem Jahr verstärkt dem Thema Hochwasserschutz stellen.
Schwerpunkte gibt es einige. Denn bei jedem Hochwasser schwappt die Wesenitz über die Ufer, strömt das Wasser von den Feldern
auf die Straßen, und auch der Langenwolmsdorfer Dorfbach füllt sich zumindest randvoll. Um Hochwasserschäden
wie im August 2010 zu verhindern, sollen konkrete Maßnahmen aufgelistet werden. Die Stolpener Stadträte fordern ein konkretes
Konzept, wie die Betroffenen ähnlichen Situationen vorbeugen und auch größere Schäden verhindern können.
► PROBLEM: GESTRÜPP SAMMELT SICH IN BACHLÄUFEN
Die von den Stadträten aufgelisteten Schwerpunkte reichen von verrotteten Bäumen an Bächen bis hin zu bebauten Uferbereichen,
die ebenfalls eine Gefahr darstellen. Stadtrat Klaus Geißler (FDP) kritisiert, dass nach dem Augusthochwasser zwar
alte Bäume und Gestrüpp aus den Bächen herausgeholt, jedoch noch nicht überall abtransportiert wurden. Außerdem sollten
seiner Meinung nach an der Landzunge, wo der Langenwolmsdorfer Dorfbach in die Wesenitz fließt, die unterspülten Bäume
abgesägt werden.
►PROBLEM: BAUSCHUTT AM UFER KANN DURCHLÄSSE VERSTOPFEN
Einen weiteren Schwerpunkt sehen die Stadträte in der ufernahen Bebauung beziehungsweise Ablagerungen von Bauschutt oder auch Holzstapeln. Führen die Flüsse Hochwasser, reißen sie alles mit, was im Weg steht oder liegt. Die Folge: Brücken und Durchlässe sind versperrt. Detlef Wächtler (CDU) schlägt vor, dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in ihren
Dienststunden die Flussläufe abgehen sollten, um die gefährlichsten Stellen aufzuspüren. Das hätte für den einen oder anderen Grundstücksbesitzer Konsequenzen. Er müsste die ufernahen Randbereiche beräumen. Das Problem ist dem Stolpener Bürgermeister Uwe Steglich (FDP) nicht neu. So seien zum Beispiel in Helmsdorf Gräben zugeschüttet und Zäune daraufgebaut
worden. Die Folge davon ist, dass jetzt auch mehr Wasser in die Grundstücke läuft.
Bürgermeister Uwe Steglich hält es jedoch nicht für durchsetzbar, dass die ufernahe Bebauung komplett abgerissen wird.
"Die Stadträte müssten sich dann einig sein, dass wir in solchen Fällen konsequent vorgehen und die Eigentümer zum Abriss
auffordern", sagt er. Ausnahmen dürfe es dann jedoch nicht geben. Konkret will die Stadt jetzt gegen an den Bächen
abgelagerte Reisighaufen und Holzstapel vorgehen. Außerdem will der Bürgermeister die Landestalsperrenverwaltung
als zuständige Behörde für die Wesenitz stärker in die Pflicht nehmen. Denn vor allem an der Wesenitz müsste eine Reihe
von Maßnahmen aus der vorliegenden Hochwasserschutzkonzeption durch die Landestalsperrenverwaltung umgesetzt werden.
►PROBLEM: WASSER FLIESST UNKONTROLLIERT VON FELDERN
Als weiteres Problem kristallisierte sich bei jüngsten Überschwemmungen von den Feldern abfließendes Wasser heraus.
So wurde unter anderem im Januar der Abzweig nach Helmsdorf zum wiederholten Mal überspült. Stadtrat Lutz Lietze (Stolpener
Wählervereinigung) forderte, die Landwirte in die Diskussionen um den Hochwasserschutz einzubeziehen, um das
unkontrollierte Ablaufen der Wassermassen von den Feldern zu stoppen. "Das geht sicher nicht an allen Stellen, aber dort,
wo es beherrschbar ist, sollten notwendige Maßnahmen ergriffen werden", sagt er. Bauamtsleiter Jörg Rutscher sieht
das Problem in der Landwirtschaft vor allen in einer zum Teil mangelhaften Entwässerung der Felder. "Wir müssen zuerst klären,
wie diese gewährleistet werden kann", sagt er. Er erinnerte daran, dass früher auch einmal Gräben an den Feldern geöffnet
wurden, damit Wasser abfließen kann. Querrinnen allein bringen seiner Meinung nach nicht den gewünschten Erfolg,
es müsse ein funktionierendes Vorflutsystem
sichergestellt werden. Weitere Gespräche mit den Landwirten sind hierbei unabdingbar.
Die Bilder stellte uns freundlicherweise Andreas Thomaier zur Verfügung.
Sächsische Zeitung vom 17.01.2011 Artikel lesen
Die letzten Weihnachtsbäume verschwinden im Feuer

In Helmsdorf hatten viele Weihnachtsbäume in diesem Jahr ein langes Leben.
Erst am Sonnabend war endgültig Schluss mit dem nadelnden Grün.
Die Kameraden der Helmsdorfer Feuerwehr hatten zum traditionellen Baumverbrennen eingeladen.
Meterhoch schlugen die Flammen in den Helmsdorfer Himmel - fleißig gefüttert von Clemens Rüdiger,
Maik Müller und Sandro Richter (v.l.n.r.). Zirka 80 bis 100 Einwohner waren gekommen, um dem Spektakel beizuwohnen.
Es wurde ein langer Abend. Noch bis Mitternacht wurde in Helmsdorf munter gefeiert - mit Bratwurst vom Grill und Musik
aus der Dose. Auch Durst brauchte niemand zu leiden. Bier gab es für nur einen Euro, was seinen Teil zur guten Laune
auf dem Dorfplatz beigetragen haben dürfte.

Sächsische Zeitung vom 15/16.01.2011 Artikel lesen
Beschlagener Spiegel löst Fehlalarm aus
Auf der Burg Stolpen brennt es - das wurde zumindest per Brandmelder in der Nacht zum Freitag an die Rettungsleitstelle in Pirna gesendet.
Zum Glück stellte sich das als Fehlalrm heraus. Allerdings war da die "Rettungsaktion" in vollem Gange. Denn wenn es auf der
Burg brennt, gilt die höchste Alarmstufe, alle Stolpener Ortswehren und auch die Neustädter Feuerwehr müssen ausrücken.
Burgchef Jürgen Major wurde gegen 23 Uhr vom Wachdienst informiert. "Ich bin zeitgleich mit der Feuerwehr eingetroffen und
konnte sogar das Burgtor noch aufschließen", sagte er. Zum Glück sah er nirgends Rauch oder Flammen. "Es war natürlich
viel Aufregung dabei. Letztlich sind wir jedoch froh, dass nichts passiert ist", sagt er.
Ausgelöst wurde der Fehlalarm durch einen beschlagenen Spiegel im Warnsystem. Das technische Problem sei auf der Burg
schon bekannt. Schon einmal rückten die Feuerwehren umsonst aus. Der Burgchef Jürgen Major will jetzt nochmal mit der
Firma verhandeln, die das Alarmsystem installiert hat.
16.08.2010
12.08.2010
Erneute starke Regenfälle lösten wieder Überschwemmungen aus. Wassermassen und Schlammeinspülung von den Feldern waren jedesmal die Folge. Wasser und Schlamm drang in Keller ein. Mit mehreren Tauchpumpen und einem Nasssauger konnte der Schaden gelindert bzw. behoben werden.







